ZAGORJE WEINREGION

Der Wein ist eines der edelsten und gesündesten Alkoholgetränke. Unsere Weinbauer erstellen hochwertige Weine, egal ob sie als leicht bis mittelstark, trocken oder mittelsüß, durch ihre blumigen oder fruchtigen Aromen gekennzeichnet, die perfekt zur Küche von nordwestlichem Kroatien passen, vorbereitet sind.

Zagorje Weinbauer produzieren die Hochqualitätsweißweine Traminer, Sauvignon, Rhein Riesling, Weißer Burgunder, Grauer Burgunder (Pinot gris), Chardonnay, Silvaner, Gelber Muskateller, Weißer Muskateller, sowie die Qualitätsweine Welschriesling und Furmint. Die Durchschnittsweine: Risvaner, Portugieser, Gelber, Gutedel weiß, Gutedel rot, Steierischer Heunisch. Von Hochqualitätsrotweinen werden in Zagorje Spätburgunder und Cabernet Sauvignon, sowie die Qualitätsrotweine Blaufränkisch, Bluer Portugieser und Zweigelt produziert. Auch weit berühmte Prädikat- und Eisweine werden hier produziert.

GESCHICHTE

Wenn wir über die Geschichte des Weinanbaus auf dem Gebiet vom Kroatischen Zagorje reden, haben Sie gewusst, dass in Radoboj die Weinrebe schon vor 12 Millionen Jahren wuchs. Darüber zeugt das fossile Blatt der Weinrebesorte Vitis teutonica.

In Radoboj wurden insgesamt 10.000 Stück Fossilreste von ungefähr 300 verschiedenen Pflanzensorten gefunden. Der größte Teil dieser Reste befindet sich in den Museen in Wien, Budapest, Graz, Ljubljana und Zürich. In Kroatien bewahrt man den größten Teil der Radoboj-Sammlung im Kroatischen Naturhistorischen Museum in Zagreb und ist eine der reichsten paläontologischen Sammlungen in diesem Museum. Fossilflora wurde vorwiegend in zwischen 13 und 11,5 Millionen Jahre alten Schichten, die während Miozän (Sarmat) abgelagert wurden, gefunden. Es handelt sich um mergelige Sedimente, die am damaligen Land oder in flachen Küstengebieten des Paratethys Meers abgelagert wurden.

Die Geschichte des Weinanbaus auf dem Gebiet von Kroatien reicht in die alten Zeiten. Die Kultur der Weinrebe breitete sich bei uns in zwei Richtungen, die eine ist, dank den Händlern, Eroberern und Kolonisatoren Phönizier, alten Griechen und Römern, entlang der Adriaküste und den Inseln, und die andere mit den Thrakern, und wieder mit den Römern durchs Land gelaufen. Über den entwickelten Weinanbau und die Weinherstellung aus der Römerzeit berichten die Sachen, die bei Krapina, Vinagora, Lobor und Petrijanec gefunden wurden.

STARA KRAPINSKA BELINA (ALTER KRAPINA HEUNISCH WEISS )

Stara krapinska belina
Stara krapinska belina

Synonime: Alter Krapina Heunisch Weiss, Alter Kroatisch Heunisch, Heunisch Groß Weiss, Heunisch Weiss, Gouais Blanc
Heunisch Weiss ist eine der ältesten Sorten in der Welt, die der Vorfahr der heutigen wichtigsten hergestellten Sorten ist, während sie selbst aus den Weinbergen fast verschwunden ist. Diese Sorte verbreitete sich im Mittelalter über fast allen Weinberggebieten in Europa, aber Kroatien, bzw. Kroatischer Zagorje ist einer der wenigen Orten in der Welt, wo sie in den Weinbergen überlebt hat, während sie die andere Weinanbauländer schon längst vergessen haben. Diese Sorte wäre auch vergessen geblieben, wenn die Forscher nicht gefunden hätten, dass diese Sorte die Mutter von Chardonnay, Rhein Riesling, Furmint und noch 60 anderen Sorten ist. Auf dem Gebiet vom Kroatischen Zagorje wurde die Sorte in den Weinbergen auf dem Gebiet von Krapina (Reben im Weinberg im Hof des Geburtshauses von Ljudevit Gaj), Frančinovo, Vrhi (bei Pregrada) und Hižakovec gefunden.

Wegen des sehr hohen Alters dieser Sorte gibt es mehrere Theorien über ihrer Herkunft und Verbreitung, und die höchst wahrscheinliche ist die Theorie, dass die Römer während ihrer Herrschaft diese Sorte durch die Europa aus dem Gebiet der römischen Pannonien (heute Kroatien), wo sie wahrscheinlich entstanden ist, verbreitet haben.

Am Institut für Weinbau und Önologie der Landwirtschaftlichen Fakultät in Zagreb werden die Forschungen über die Verwandtschaft dieser Sorte mit den anderen autochthonen Sorten auf diesem Gebiet durchgeführt, womit diese Theorie unterstützt wird.

Aus der Sorte gewinnt man die leichten und frischen Weine mit dem Akzent auf die Säure und die feinen blumigen und fruchtigen Aromen. Für eine gute Qualität des Weins muss man bei dieser Sorte nur die besten Weinbergstandorte wählen und die Fruchtbarkeit begrenzen. Die Weine dieser Sorte sind auch für die Mischung mit den Weinen der Sorten, die ein höheres Qualitätspotential haben, geeignet.

Die Zukunft dieser Sorte in Kroatischem Zagorje sollte man nicht nur durch die Qualität des Weins betrachten, sondern auch durch ihre Authentizität und lange Geschichte. Man kann sicherlich die Weinherstellung durch Mischung mit den Sorten, denen sie der Vorfahr ist, wie Chardonnay, Rhein Riesling u.Ä. betrachten.

Dreiteiliges Blatt, obere Sinuse mäßig ausgeprägt, das Gesicht vesikulär, Rückseite mäßig behaart (wollig), Zweige rot. Blattnerven sind rot bis zur ersten Verzweigung. Traube ist klein bis mittelgroß, zylindrisch, mittel verdichtet. Weinstock üppig bis üppiger. 

BELINA ZAČRETSKA (HEUNISCH WEISS AUS ZAČRETJE)

Začretska belina
Začretska belina

Diese Sorte, die auch einer der Nachfahren des Alten Kroatischen Heunisch Weisses ist, wurde nur auf dem Gebiet von Kroatischem Zagorje, und zwar in den Weinbergen in der Nähe des Ortes Sveti Križ Začretje, gefunden, nach dem sie ihren Namen bekommen hat.

Die Sorte gehört zur Gruppe Heunisch Weiss, die alle eine hohe Fruchtbarkeit haben, die unbedingt begrenzt werden muss, damit man den Wein mit hoher Qualität gewinnen kann. Der erste Sortenwein dieser Sorte wurde bis jetzt nur einmal produziert, und zwar in einer Plantage, die erst angefangen hat, Fruchte zu bringen, aber es wurde festgestellt, dass wir für die Weine dieser Sorte etwas mehr ausgeprägten Geschmack als bei anderen Heunisch Weissen erwarten, so könnte sie auf einer guten Lage interessante Weine geben. Außerdem ist sie sehr säurehaltig, und somit sich für die Mischung mit den Weinen anderer Sorten mit stärkerem Körper eignet

Es gibt Hinweise darauf, dass es sich bei dieser Sorte und der Sorte Alter Krapina Heunsich Weiss um sehr nahe Verwandtschaft auf der Ebene Vorfahre-Nachfahre handelt. Schon früher wurde festgestellt, dass die Sorte Furmint (Synonyme Moslavec, Šipon, Pušipel) auch die gleiche Ebene der Verwandtschaft hat (möglicher Vorfahre des Chardonnay), und so ist man durch die Vergleichung von den Resultaten zum Schluss gekommen, dass diese zwei Sorten die Vorfahren der Sorte Alter Krapina Heunisch Weiss sein könnten. Auf diese Weise könnten wir diese Sorte, den Vorfahre des weltberühmtes Chardonnay, als die autochthone kroatische Sorte betrachten, was sehr interessant für die fachmännische, aber auch breite Weltöffentlichkeit sein könnte.

Dreiteilige Blätter, ziemlich ausgeprägte Zähne, glattes Gesicht, spinnhaarige Rückseite, grüne Blattnerven am Gesicht und auf der Rückseite, borstige Haare auf den Nerven am Gesicht, Zweige leicht rötlich. Sehr üppige, mittelgroße, zylindrisch-konische Trauben, ausgeprägter Nabelpunkt auf der Beere. Sehr üppiger Weinstock.

MIRKOVAČA

Mirkovača
Mirkovača

Die Sorte, die in den ältesten Plantagen auf dem Gebiet von Kroatischem Zagorje gefunden wurde, und für welche bestätigt wurde, dass es sich um eine Sorte handelt, die bis jetzt nirgendswo in der Welt bestätigt wurde. Diese Sorte hat keine genetische Verbindungen mit Heunisch Weiss Sorten, aber hat sehr ähnliche Eigenschaften. Fruchtbarkeitspotential dieser Sorte ist sehr hoch, speziell wegen sehr großen und kompakten Trauben. Die Haut bei dieser Sorte ist dünn, was ein Problem in den regnerischen Jahren, wenn sie sehr empfindlich für Vermorschung ist, darstellt. Das qualitative Potential wird erst untersucht, aber der erste Wein, der gewonnen wurde, zeigt Ähnlichkeiten mit anderen Heunisch Weiss Weinen, also leichter Wein mit betonter Säure, aber ohne ausgeprägtes Aroma.

In Literaturanführungen wird diese Sorte nicht unter dem Namen Mirkovača erwähnt. Nach den Ergebnissen der DNA-Analyse besteht eine gewisse Verwandtschaft mit den Sorten Alter Krapina Heunisch Weiss und Heunisch Weiss aus Začretje, was ihre Authentizität bestätigt.

Sehr gezahnte Blätter, 5-teilig, mittelmäßig ausgeprägte Sinuse. Faltiges, spinnhaariges Gesicht, Blattnerven ganz grün auf beiden Seiten, am Gesicht sind die Blattnerven mit haaren bedeckt. Grün-roter Zweig entlang der ganzen Länge. Traube ist groß, verdichtet, pyramidenförmig, Beeren sind rund, mittelgroß.

Weinrebestamm ist kastanienbraun, mit ausgeprägten Streifen (in hellerer Farbe).

SMUDNA BELINA

Smudna belina
Smudna belina

Noch ein Nachfahre des Alten Kroatischen Heunisch Weisses,der wahrscheinlich auf dem Gebiet von Kroatischem Zagorje entstand. Die Sorte sieht spezifisch aus, hat große Blätter und große dichte Trauben. Die Sorte ist spezifisch, weil ihre Trauben bei voller Reife auf der sonnigen Seite lila-braune Farbe bekommen, nach der sie wahrscheinlich ihren Namen bekommen hat. Sehr große und dichte Trauben, sowie relativ dünne Haut, sind die Ursache für die Empfindlichkeit auf die Fäulnis. Die Sorte besitzt ein sehr hohes Fruchtbarkeitspotential, und der Qualität nach entscheidet sie sich nicht wesentlich von den anderen Heunisch Weissen, und ist auch fürs Mischen geeignet.

Sie wurde in einem der ältesten Weinberge gefunden. Durch die genetischen Analysen wurde festgestellt, dass gewisse Verwandtschaft mit der Sorte Alter Krapina Heunisch Weiss besteht.

Große Blätter, ganz bis 3-teilig, stumpfe Zähne und leicht zur Rückseite verdreht, der Zweig ist rot, wollig haarige Rückseite, glattes Gesicht, Blattnerven am Gesicht bis zur ersten Abzweigung leicht Anthocyane gefärbt. Große Trauben, mittelmäßig verdichtet, konisch, Beeren rund, grünlich.


ZAGORSKI DIVJAK (ZAGORJE HEUNISCH WEISS)

Zagorski divljak
Zagorski divljak

Synonyme: Divjak, Šipol, Ranfol, Steierischer Heunisch Weiss
Die Sorte bekannter unter den Namen Ranfol oder Steierischer Heunisch Weiss, wurde auf dem Gebiet von Kroatischem Zagorje in der Geschichte Divljak genannt. Sie ist von dem gleichen Elternpaar wie Smudna Heunisch Weiss, bzw. als Nachfahre des Alten Kroatischen Heunisch Weiss und der Sorte, die man heute nicht mehr auf diesem Gebiet finden kann und die Peles oder Modrina (in Österreich Blanc Blauer) genannt wurde, entstanden. Diese Sorte wird in den alten Literaturquellen Rainulak oder Ramfulak Weiss genannt, nach denen sie wahrscheinlich ihren heutigen Namen bekommen hat. Sorte bekannt für ihre hohe Fruchtbarkeit und leichten frischen Weinen mit der betonten Säure und für die Mischungen geeignet.

Durch die genetischen Analysen wurde festgestellt, dass es sich um die Sorte Ranfol, die nach den Literaturanführungen aus dem 19. Jahrhundert (Trumer, 1953) eine lange Kultivierungsgeschichte auf dem Gebiet von Kroatischem Zagorje, aber auch im restlichen Nordteil Kroatiens hat, handelt.

Der Name Divljak oder Divjak ist nur mit dem Gebiet von Kroatischem Zagorje verbunden, und es besteht gewisse Verwandtschaft mit dem Alten Krapina Heunisch Weiss.

Das Blatt ist 3- bis 5-teilig, Anthocyane gefärbte Zweige der ganzen Länge entlang, Zähne mittelscharf, Rückseite mittelhaarig. Zylindrische Traube, dicht, mittelgroß. Beeren rund, groß.

STAROHORVATSKA ČRNINA

Črnina
Črnina

Sinonimi: Kavčina, Blauer Kölner, Črnina pitovna
Die Sorte bekannt unter den Namen Kav
čina, die seit den alten Zeiten auf dem Grenzgebiet zwischen Kroatischem Zagorje und Slowenien, was auch die alten Literaturquellen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bestätigen, kultiviert wird. Sorte, die nach der hohen Fruchtbarkeit, die, falls nicht kontrolliert, mit den leichten, durchsichtigen Rotweinen mit ausgeprägter Säure resultiert, bekannt ist. Fall sie richtig angebaut wird, mit der Kontrolle der Früchte und auf der guten Lage, kann man von dieser Sorte leichte und erfrischende Rottrinkweine mittlerer Rubinroter Farbe, mit niedriger Tanningehalt, die jung getrunken werden können, gewinnen.

Es ist die häufigste Sorte in den alten Plantagen, die an der Forschung teilgenommen haben. Nach den Literaturquellen wird sie als die autochthone Sorte des Grenzgebietes zwischen Kroatischem Zagorje und Slowenien ab der Mitte des 19. Jahrhunderts genannt. Aufgrund der langen Anbautradition und guter Anpassung an die Anbaubedingungen auf diesem Gebiet, kann man sie als autochthone Sorte betrachten.

Die Sinuse sind tief geätzt, 5-teilig, glattes Gesicht, dicht haarige Rückseite, Traube zylindrisch bis pyramidenförmig, dicht, mit manchen grünen Beeren.

SOKOL

Sokol
Sokol

Synonyme: Silltraube bzw. Gelbe Seidentraube, Luglienga bianca (DNA)
Die Sorte, die ihren Namen nach der gleichnamigen Lage in der Nähe des Ortes Klanjec bekommen hat. Die Lage Sokol wird schon in den alten Literaturanführungen aus dem 17. Jahrhundert erwähnt, und aufgrund des langen Anbaus auf der Lage Sokol, können wir diese Sorte als autochthone Sorte des Kroatischen Zagorje betrachten. Aber wir können vermuten, dass es sich um eine autochthone Sorte handelt, die eine sehr enge Anbaufläche hat, weil sie sich in keinen anderen Weinbergen befindet, und die genetische Analysen haben keine Nämlichkeit mit den anderen weltlichen Sorten nachgewiesen.

Durch die genetischen Analysen wurde festgestellt, dass es sich um eine alte Sorte handelt, die sich als Tafeltraube und Weinsorte vor Reblaus  unter den Namen Stilltraube bzw. Gelbe Seidentraube, Luglienga bianca, in Italien und Österreich (wo sie heute nicht mehr angebaut wird) verbreitete, und die auf dieses Gebiet von Franziskanern im 19. Jahrhundert gebracht wurde.

Diese Sorte reift sehr früh, ist sehr anspruchsvoll für die Weinbauer, weil sie oft abfällt und ihre Fruchtbarkeit deswegen nicht regelmäßig ist. Mit den niedrigen Gesamtsäuren zu dem hohen Zuckeranteil und interessanter Sortenaroma, die mittelmäßig ausgeprägt ist, gibt sie den Wein die edle Note, womit sie sich deutlich von den andren Sorten aus der Gruppe Heunisch Weiss unterscheidet.

Rundes bis nierenförmiges Blatt, ähnlich wie Gelber Muskateller. Ganz bis dreiteilig, ausgeprägte gelb-grüne Blattnerven auf der Rückseite. Nackte Rückseite und etwas vesikuläres Gesicht. Länglich, zylindrisch, schwach verdichtet mit kleinen Beeren, gelb-grüne Beere, länglich, Fleisch etwas stärker, Muskataroma. Aufgrund der ersten Eindrücke von den gefundenen Reben, kann man über die Sorte mit etwas höherem Qualitätspotential reden, aber das muss noch weiter in einer experimentellen Plantage geprüft werden.